Der WG-Krieg

2011
ACUD-Theater Berlin Autor:  Markus Riexinger Regie:  Thomas Maul Rollen: Jochen, Frau Erfurt, Tod

Kakerlaken und Liebe, schlechte Witze, ein bizarrer Ausflug ins Jenseits sowie ein fulminantes Ende auf dem Kilimandscharo bilden den Rahmen der trockenen Komödie „Der WG-Krieg“ von Markus Riexinger. Die vier Insassen einer zwischen Irrsinn und intellektueller Inkontinenz taumelnden Wohngemeinschaft labern sich gnadenlos kurzweilig durch ihr orientierungsloses Leben und finden am Ende doch höchstens ihre erotische Erfüllung bei Pierre, dem fetten, schwitzenden Hausmeister mit Bier und Pizzaflatschen.
Ums eine oder andere Jahrzehnt gealtert trifft man sich schließlich überraschend auf Afrikas höchstem Gipfel wieder. Doch in Ehren ergrauten Gemütsfrieden erwartet auch hier, kurz unter den Wolken, niemanden. So geht es den Regisseuren Edwin Basel und Thomas Maul denn auch darum, jenen Abgründen menschlicher Existenz nachzuspüren, die sich unterm Pointenhagel auftun.

(Text: Ernst-Uwe Voshage)

Das Stück wurde im TITANIC-Satiremagazin in Auszügen vorabgedruckt; komplett kann es im Buch „Jacky erschießt alle.Theaterstücke“ oder in der am 5.9.2013 erschienenen Ausgabe der Wochenzeitung Jungle World nachgelesen werden.

Die Uraufführung fand unter Regie des Autors im Dezember 2006 an der itw-Bühne der Ludwig-Maximilans-Universität München statt. Weitere Inszenierungen erfolgten 2008 an der Volksbühne Weißensee und 2009 im Theater Verlängertes Wohnzimmer Berlin (siehe Trailer) sowie im Theaterclub Hamburg.